Fechten, Filme, Frisbee, Film, Fall-Meeting (der latinclubs)

16Nov2014

Ihr habt ja relativ lange nix von mir gehört...
Aber nicht etwa, weil ich euch nicht mehr mag, nein, ich war die letzten Tage nur recht beschäftigt und immer recht müde, wenn ich die Zeit gehabt hätte um zu schreiben, also habe ich schlafen bevorzugt.
Hey, dafür schreibe ich noch einen Beitrag in Deutsch, so dass es vllt einfacher für euch ist, das alles zu lesen :)

Donnerstag: Fechten
Wie in meinem letztem Post schon erwähnt, bin ich abends zum fechtclub in der Stadt gegangen und habe seit langem mal wieder richtig gefochten. Was heißt, ich habe jedes Gefecht außer einem verloren... Aber wir hatten auch ein gutes warm-up und ordentliche Ausrüstung, ich glaube ich werde jetzt jeden Dienstag und Donnerstag dort auftauchen.

Freitag: Filme
Am Freitag haben wir einen fieldtrip zum Cucalorus Filmfestival gemacht, also bin ich aus der Biostunde nach einem Vortrag von einem 12er über Umweltverschmutzung und Artenschutz raus zur Busauffahrt, wo schon recht viele Leute gewartet haben. War relativ kalt, aber ich hatte meinen Schal dabei. Mit der italienischen Austauschschülerin, Alexei und noch ein paar anderen gequatscht, dann sind wir in den Bus eingestiegen. Nach einer Weile drinnen (beheizt :) ) rumsitzen, müssten wir den Bus wechseln, warum auch immer, mit dem wir dann schließlich in die Innenstadt gefahren sind. Die ganzen 20min wurden von schlechter Rapmusik und schwarzen Kirchchöhren untermalt, was etwas nervig war, weil die Musik recht schlecht war.
Beim Filmfestival angekommen, wird uns gesagt, dass wir unsere Taschen ruhig im Bus lassen können, was ich auch gemacht habe. Leider war auch meine Kamera in meiner Tasche...
Wir haben sechs (bin mir nicht sicher, vllt auch 7?) kurze Dokumentarfilme gesehen, die recht gut gemacht waren.
Technomusik in Fiji; Fred, der Stadthund von einer amerikanischen Kleinstadt; eine Band, die durch Japan gezogen ist; ein Künstler, der Sachen aus Metall macht; das Waffen- und Bandenproblem in Wilmington; eine Frau, die Reporterin in Irak ist (was recht berührend war, da sie Einheimische ist und von all ihren Freunden, die gestorben sind erzählte).

Nach 2h war das ganze vorbei, es gab noch eine kleine Fragerunde mit den Regisseuren und dann verließen wir den Kino-/Theatersaal, der übrigens sehr schön ist, aber ich habe heute leider kein Foto für euch.

Mrs. Keith hat dann verkündet, dass wir bis um 1 Zeit hätten, Essen zu gehen oder was anderes zu machen. Lustig, dass ich und fast alle meine Freunde ihr Geld und ihr Lunch in den Taschen im Bus hatten, und die Busse natürlich verschwunden waren.
Wir sind also ein wenig durch Wilmington spazieren gegangen, auf der Suche nach dem Bus. Wir haben auch einen gefunden, aber das war nicht unserer, sondern einer von der anderen Gruppe.
Als wir unseren dann erblickten, war es 12:55 und er fuhr uns vor der Nase davon.

Wir haben dann also auf den Rückweg im Bus gegessen, diesmal saß ich mit Alexei aber direkt unter dem Lautsprecher für den ganzen Bus, über den die Busfahrerin ihre liebliche Musik hörte. Die Musik, die wie sterbende Katzen mit Rap zwischendurch Klang, war so laut, dass mein das eigene Wort kaum Verstand.

Freitag: Frisbee
Nach der restlichen Schule (15min Spanisch und Keramik mit Vertretungslehrer), habe ich mich umgezogen. Ich bin so froh, dass ich mir auch langes sportzeug am Dienstag gekauft habe, weil ich in kurzen Hosen draußen erfroren wäre. Jedenfalls kam das Spiel nicht so richtig in die Gänge, ich habe so 75% fallen gelassen, weil meine Hände langsamer reagiert haben und sich recht taub anfühlten... Zu Hause habe ich mich dann mit einem Tee wieder aufgewärmt, meine Haare gemacht... Und William kennengelernt!
William ist mein Gastbruder und macht einen sehr netten Eindruck, guter Humor und recht intelligent...

Freitag: Film
Jedenfalls hat mich dann Alexei viertel sieben abgeholt, wir haben an dem Abend Interstellar, einen Film über Weltraum, Zeit und Schwerkraft mit einer recht guten Story. Der Film war es auch echt wert, ins Kino zu gehen, da die Soundeffekte sehr beeindruckend waren und das glaube ich daheim verloren gegangen wäre.
Sehr schöner Abend, um elf daheim und um zwölf geschlafen.

Samstag: Lateincompetition in Greensboro
Greensboro ist 4h Busfahrt entfernt. Also sind wir um drei Uhr morgens aufgestanden. Um um vier in den Bus einzusteigen.
Greensboro ist mehr im Land als Wilmington. Also ist es dort noch kälter.
Mit mehreren Schichten (Unterwäsche, top, tshirt, langarmshirt und Pullover, Strumpfhosen und jeans) bekleidet, bin ich also in den Bus gestiegen, aber das warme einpacken (und noch eine daunenjacke) war recht gut, da ich zum schlafen noch eine Decke benutzt habe, um nicht zu frieren.
Kurz bevor wir ankamen, haben sich dann plötzlich alle als Superhelden verkleidet, also nicht wirklich Superhelden, mehr Leute mit blauen Capes, Hoggard Shirt und weißen Masken...

Die Eröffnung war recht nett, wenn auch nicht so professionell (für eine angesehene Uni hätte ich mehr erwartet), wir haben die pledge of allegiance auf Latein aufgesagt, den Vorstand des Lateinbundes vorgestellt bekommen und alle, die an den olympischen Spielen teilnehmen wollten mussten einen Schwur aufsagen, der damit endete, dass sie niemanden von hinten töten, "weil das unfair ist und außerdem ist Töten schlecht/böse."

Dann gab es Workshops und ich hab mich einfach zu einem reingesetzt, der für mich aber völlig uninteressant war, da es darum ging, wie ich für meinen lateinclub Werbung machen könnte...
Zum Glück ging es nicht zu lang und bald hatte ich die Gelegenheit, über den Campus zu laufen. Die hatten auch ein recht nettes Programm, ich habe ein kleines Theaterstück von den Studenten angesehen, mir vom Orakel sagen lassen, dass ich meine Ziele nur erreiche, wenn ich hart für sie arbeite und bei den olympischen Spielen zugesehen.
Dann sind wir in die Cafeteria und wow... Das Zeug war gut. Und all-you-can-eat. Ich hab mich vollgefuttert. Hat auch alles einen recht frischen Eindruck gemacht, man konnte sehen, wie sie es möchten und es gab auch Salat und so.
Ich hätte mehr von den schoko-Cookies rausschmuggeln sollen :P
Nach dem Essen haben wir unseren Rennwagen aus dem Bus geholt. Ja. Ein selbstgebastelter römischer Rennwagen, vor den man im alten Rom Pferde gespannt hätte. In unserem Fall haben vier Personen gezogen und ein kleiner Junge drinnen gesessen. Unser Jungsteam hat das Rennen gewonnen, das Team der Mädchen (bei dem Hannah und ich spontan Mitglieder wurden) ist letzter geworden... War trotzdem spaßig :D

IMG_1004.JPG
Außerdem sind Hannah und ich noch in die Universitätsbibliothek gegangen, wo ich erstmal weggenickt bin, weil ich so verdammt müde war.

IMG_1001.JPGIMG_1008.JPGnette Bibo :)


Was hab ich noch gemacht? Geländer runter rutschen, cheers singen (das war schrecklich, alle lateinclubs hatten unterschiedliche Jubelrufe, also war das ganze nur eine Masse von schreienden Jugendlichen. Der mix aus lateinischen und englischen Wörtern war so unverständlich, dass mein Gehirn sogar Deutsch rausgehört hat.) und durch den uni-Shop schlendern...

Hab ich schon erwähnt, dass Universitäten hier groß genug sind, um eine Kleinstadt zu sein? Auf dem Unigelände existieren Läden und alles, man muss es also nie verlassen wenn man nicht will.

Auf unserem Weg zurück, hab ich wieder viel geschlafen, Abendessen haben wir bei Cook-Out geholt (die bekannt für ihre guten milchshakes sind, aber mein Bürger war nicht soooo toll) und auf die letzten paar Minuten sind die Jungs, die in meiner Nähe saßen sehr nervig geworden (rülpsen, oh my god im 5min Takt mehrmals wiederholen, karaoke singen...)
Aber zum Glück war es so gut wie vorbei, um 10 standen wir auf dem schulparkplatz und sind nach Hause gefahren, wo ich ins Bett gefallen bin.